Löhne
Wie jedes Jahr hat die UBS Ende Oktober 2011 ihre mit Spannung erwartete Lohnprognose veröffentlicht. Für das Jahr 2012 wird eine durchschnittliche Nominalerhöhung der Basissaläre um 1,1 Prozent erwartet. Die UBS rechnet für das Jahr 2012 mit einer Teuerung von 0,2%, die Reallöhne steigen somit um 0,9%. Nominallöhne lassen keine Aussagen über die Kaufkraft des Geldes (Geldwert) zu und berücksichtigen Veränderungen des Preisniveaus (in Form von Inflation oder Deflation) nicht. Im Gegensatz dazu entspricht der Reallohn der Kaufkraft. Er ist eng an den Lebensstandard gekoppelt.
Auch im vergangenen Herbst waren die Lohnrunden zäh. Weitgehend verantwortlich für die moderate Lohnrunde dürften die zahlreichen wirtschaftlichen Unsicherheiten sein. Namentlich der starke Franken verunmöglichte es faktisch vielen, vorwiegend exporttätigen, Unternehmen den Arbeitnehmern eine substantielle Lohnerhöhung zu gewähren. Ausserdem trüben die Konjunkturabschwächung in Europa und den USA sowie die ungelöste europäische Schuldenkrise die Aussichten auch in der Schweiz.
Arbeitskosten
Im Jahr 2008 beliefen sich nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) die Arbeitskosten in der Schweiz im sekundären und tertiären Sektor gesamthaft auf durchschnittlich 53.90 Fr. pro Arbeitsstunde. Es bestehen jedoch grosse Unterschiede je nach Wirtschaftszweig. Diese neuen Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) erweitern die Liste der Indikatoren zur Situierung des Wirtschaftsstandorts Schweiz im europäischen Vergleich.




