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General- und Jahresversammlung 2023

11. Mai 2023, Trafo Baden

Mit mehr als 400 Gästen erfreute sich die Jahresversammlung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) auch in diesem Jahr grosser Beliebtheit. Neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus den Mitgliedfirmen der AIHK nahmen vielfältige Gäste aus der Politik sowie von Behörden und befreundeten Organisationen teil. 

Im Anschluss an ihre ordentliche Generalversammlung lädt die AIHK jeweils zum grossen Netzwerkanlass, der Jahresversammlung, ein. Neben den Unternehmerinnen und Unternehmern nahmen auch in diesem Jahr diverse Vertreterinnen und Vertreter der Eidgenössischen Räte, der Regierung, des Grossen Rates sowie viele weitere Gäste aller politischer Couleur teil.

In ihrer Präsidialansprache thematisierte Marianne Wildi die vielfältigen Unsicherheitsfaktoren, mit denen die Unternehmen konfrontiert sind. Sie lobte die Anpassungsfähigkeit und Resilienz der Aargauer Wirt-schaft, betonte aber auch den grossen Beitrag, den die Unternehmen zum Wohlstand beitragen. «Mit Blick auf die Forderungen nach neuen staatlichen Leistungen muss man sich stets bewusst sein, dass jemand dafür aufkommen muss. In der Regel ist das die Wirtschaft. Gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen sind deshalb in unser aller Interesse», sagte Marianne Wildi. Die Wirtschaft brauche Unternehmertum, Nachhaltigkeit und Innovation – diese drei Felder gelte es gleichermassen unter einen Hut zu bringen.

In seinem Rück- und Ausblick berichtete Direktor Beat Bechtold über die Aktivitäten der AIHK. Er spannte den Bogen von den inzwischen mehr als 2000 Mitgliedunternehmen über die Rolle der AIHK als Stimme der Wirtschaft bis zu den Veranstaltungen. «Wir möchten in Dialog mit der Bevölkerung treten. Dies tun wir unter anderem an der Nacht der Aargauer Wirtschaft», sagte Bechtold.

Am Podium mit den von der AIHK empfohlenen Kandidatinnen und Kandidaten für den Ständerat diskutierten Marianne Binder, Thierry Burkart und Benjamin Giezendanner darüber, welche Schwerpunkte sie in Bern setzen wollen. Neben aktuellen Dossiers wie der Energie ging es gerade auch um die Beziehungen der Schweiz zum Ausland.

Über die Zusammenarbeit mit Europa sprach auch Günther Oettinger, der frühere Ministerpräsident Baden-Württembergs und Mitglied der EU-Kommission von 2010 bis 2019, in seinem Referat. Dabei fokussierte er mitunter auf die positive Zusammenarbeit zwischen dem Aargau und seinem süddeutschen Herkunftsbundesland. In seinen kurzweiligen Ausführungen schonte er weder die Schweiz noch Deutschland und hielt beiden Ländern ebenso wie der EU den Spiegel vor. Abschliessend betonte er versöhnlich, dass man sich angesichts der Spannungen in der Welt und der Angriffe auf die Demokratie auf die vielen Gemeinsamkeiten berufen müsse.
 

AIHK Mitteilungen 06/2023

Impressionen der General- und Jahresversammlung vom 11. Mai 2023

(Video: Nathanael Heimberg / Fotos: Katja Müller)